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Preisdumping

Preisdumping bedeutet, dass ein Produkt zu niedrigeren Preisen in die EU exportiert wird, als der normale Wert des Produkts (der Inlandspreis des Produkts oder die Produktionskosten) auf seinem eigenen Binnenmarkt beträgt. Es gibt starke Hinweise darauf, dass China hinsichtlich der Herstellung von Solarprodukten auf dem EU-Markt Preisdumping betreibt.

 

    • China hat angesichts der Tatsache, dass in der EU Arbeitskosten weniger als 10 % der Produktionskosten von Solarmodulen ausmachen, keinen natürlichen Kostenvorteil. Auch chinesische Produzenten importieren teilweise Rohmaterialien und Fertigungsanlagen, um Solarzellen und Module zu produzieren. Gemäß einer vom US National Renewable Energy Laboratory durchgeführten Analyse haben chinesische Hersteller gegenüber amerikanischen Herstellern nur einen Kostenvorteil von etwa 1–2 Prozent. Berücksichtigt man die Transportkosten, ergibt sich für chinesische Hersteller sogar ein Kostennachteil von 5 Prozent.

 

    • Aussagen von chinesischen Staatsvertretern legen nahe, dass Produzenten ihre Solarmodule unterhalb ihrer Kosten verkaufen. Der Fünf-Jahres-Plan hat sich zum Ziel gesetzt, die Kosten von PV-Modulen bis 2015 auf 7.000 Yuan pro kW bzw. 0,87 Euro/Wp zu reduzieren. Bis 2020 liegt das Ziel darin, die Kosten auf 0,62 Euro/Wp zu reduzieren. Chinesische Module sind jedoch heute bereits zu Preisen von 0,47 Euro/Wp in Europa erhältlich, was darauf schließen lässt, dass die Preise weit unterhalb der Produktionskosten liegen.

 

Bis 2015 . . . werden die Kosten von PV-Modulen auf 7.000 Yuan/kW, die von PV-Anlagen auf 13.000 Yuan/kW und die der Stromerzeugung auf 0,8 Yuan/kWh fallen. Die Stromerzeugung über Photovoltaik wird bis 2020 ökonomisch wettbewerbsfähig werden, weil die Kosten für PV-Module auf 5.000 Yuan/kW, die von PV-Anlagen auf 10.000 Yuan/kW und die der Stromerzeugung auf 0,6 Yuan/kWh fallen werden Quelle: 12. chinesischer Fünf-Jahres-Plan für die solare Photovoltaik-Industrie vom Februar 2012. → Mehr lesen

 

    • Am 17. Mai 2012 haben die Vereinigten Staaten chinesische Solarmodule mit Dumpingmargen zwischen 31 und 250 % belegt.

 

Am 17. Mai 2012 hat das Handelsministerium die vorläufige Untersuchung der Antidumping-Untersuchung von Importen kristalliner Silizium-Photovoltaikzellen aus der Volksrepublik China mit positivem Ergebnis abgeschlossen. Das Ergebnis gilt unabhängig davon, ob diese Zellen in Modulen zusammengeschlossen sind oder nicht. Das Ministerium hat vorläufig festgestellt, dass chinesische Hersteller/Exporteure Solarzellen in den USA mit Dumpingmargen von 31,14 Prozent bis zu 249,96 Prozent verkaufen. Quelle: Handelsministerium der USA.

 

Wir begrüßen die Ausgleichszölle/Antidumpingmaßnahmen des US-Handelsministeriums, weil sie für gerechte Spielregeln auf dem Markt sorgen und die perfide und ruinöse staatliche Förderung Chinas (über Subventionen, Fehlbewertungen/Kapitalfehlleitung), die die Marktmechanismen einer fairen Preisfindung, Kapitalbildung und Risikoabwägung außer Kraft gesetzt und ein nicht nachhaltiges Industriephänomen erzeugt hat, mit einer empfindlichen Strafe belegt. Wir halten die vorläufige AD-Feststellung des US-Handelsministeriums für sehr fundiert hinsichtlich ihres Inhalts und ihrer Absicht, eine starke Botschaft an China zu senden, dass auch Regierungen zur Verantwortung gezogen werden können – in diesem Fall für die Verletzung vereinbarter Handelsgrundsätze und der Regeln der WTO. Wir glauben, dass einzelne Industrien und Unternehmen im gegenseitigen Wettbewerb stehen können, sich aber nicht gegen ein ganzes Land durchsetzen können, das Währungen, Kapital, Besteuerung und Gesetze nach Belieben zu seinem Vorteil einsetzen kann Quelle: AURIGA USA, LLC Security Analysts